Montag 27. April 2026

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Insignien von Erzbischof Josef Grünwidl
Erzdiözese Wien/ Schönlaub, Stephan Schönlaub / Insignien von Erzbischof Josef Grünwidl
Zeichen des Amtes

Die bischöflichen Insignien

Bei der Bischofsweihe und Amtseinführung von Josef Grünwidl in der Erzdiözese Wien stehen die klassischen bischöflichen Insignien im Mittelpunkt: Mitra, Pastorale (Hirtenstab), Ring und Pektorale (Brustkreuz). Erzbischöfe erhalten darüber hinaus das Pallium als Zeichen ihres Dienstes innerhalb einer Kirchenprovinz.

 

Ursprünglich waren viele dieser Zeichen weltliche Amtsinsignien. Im Lauf der Geschichte wurden sie in die Liturgie aufgenommen und erhielten ihre geistliche Bedeutung. Sie verbinden Amt und Glauben, Verantwortung und Sendung.

Die Mitra von Erzbischof Josef Grünwidl
Erzdiözese Wien/ Schönlaub, Stephan Schönlaub / Die Mitra von Erzbischof Josef Grünwidl

Die Mitra

Die Mitra ist die liturgische Kopfbedeckung des Bischofs.

 

Sie ist Zeichen des Amtes und steht – gemäß der Weiheliturgie – für den „Glanz der Heiligkeit“, der das Leben und Wirken des Bischofs prägen soll.

 

Die Mitra von Erzbischof Josef wurde eigens für ihn entworfen und gefertigt. Ihre schlichten Wellenlinien formen bei näherem Hinsehen sieben Flammen – ein Hinweis auf die sieben Gaben des Heiligen Geistes.

Das Pastorale (Hirtenstab)
Erzdiözese Wien/ Schönlaub, Stephan Schönlaub / Das Pastorale (Hirtenstab)

Das Pastorale (Hirtenstab)

Der Bischofsstab ist seit dem frühen Mittelalter Zeichen der Leitungsverantwortung. Er verweist auf das Hirtenamt – die Sorge für die Menschen der Diözese.

 

Der von Erzbischof Josef verwendete Stab stammt aus dem Besitz von Weihbischof Helmut Krätzl und wird vom Domkapitel des Stephansdoms auf Amts- und Lebenszeit zur Verfügung gestellt. Er verbindet somit geistlichen Auftrag und persönliche Geschichte innerhalb der Erzdiözese Wien.

Erzdiözese Wien/ Schönlaub, Stephan Schönlaub

Der Bischofsring

Der Ring entwickelte sich aus dem Siegelring und wird seit dem 9. Jahrhundert bei der Weihe überreicht. Er steht für die Treue zur Kirche – vergleichbar einem Ehering.

 

Erzbischof Josef trägt eine silberfarbene Nachbildung des sogenannten „Konzilsringes“, den Papst Paul VI. den Konzilsvätern des Zweiten Vatikanischen Konzils schenkte. Er zeigt Christus sowie die Apostel Petrus und Paulus und verweist auf die Gemeinschaft mit der Weltkirche und das Kirchenbild des „wandernden Gottesvolkes“.

Das Pektorale (Brustkreuz)
Erzdiözese Wien/ Schönlaub, Stephan Schönlaub / Das Pektorale (Brustkreuz)

Das Pektorale (Brustkreuz)

Das Brustkreuz ist Zeichen der Zugehörigkeit zu Christus und der Nachfolge im Zeichen des Kreuzes.

 

Das Pektorale von Erzbischof Josef ist eine Kopie jenes Kreuzes, das Papst Franziskus getragen hat.

 

Es zeigt Christus als Guten Hirten und unterstreicht zentrale Anliegen seines Wirkens: Nähe zu den Menschen, Einsatz für Arme und Schwache sowie gelebte Synodalität.

Das Wappen von Erzbischof Josef Grünwidl
kathpress/Wuthe / Das Wappen von Erzbischof Josef Grünwidl

Wappen & Wahlspruch

Der Wappenschild zeigt – wie beim Wiener Erzbischof üblich – zweimal das Wappen des Bistums Wien. Die Orgelpfeifen im rechten oberen Feld verweisen darauf, dass Erzbischof Josef Grünwidl Musiker ist, und stehen zugleich sinnbildlich für den bischöflichen Dienst an der Einheit. Im linken unteren Feld wird das Wappen der Marktgemeinde Wullersdorf aufgenommen, aus der Josef Grünwidl stammt.

 

Wahlspruch - „Melodiam Dei recipite“

Als Wahlspruch hat Erzbischof Josef Grünwidl ein Zitat des heiligen Märtyrerbischofs Ignatius von Antiochien († Anfang 2. Jh.) gewählt. An dessen Gedenktag, dem 17. Oktober, wurde er im Jahr 2025 offiziell zum Erzbischof von Wien ernannt. Der dem griechisch verfassten Brief an die Epheser entnommene Vers¹ wurde für den lateinischen Wahlspruch in die Form „Melodiam Dei recipite“ übertragen, was bedeutet: „Nehmt Gottes Melodie in euch auf.“

Pileolus und Birett

Pileolus (Scheitelkäppchen) und Birett zählen nicht zu den eigentlichen Insignien, gehören jedoch zur bischöflichen Kleidung.

 

Die Farbe richtet sich nach dem Rang:

  • Kardinäle: Rot
  • Bischöfe: Violett
  • Priester: Schwarz

 

Der Pileolus wird bei der sichtbaren Gegenwart Christi in der Eucharistie abgenommen („Soli Deo“ – Gott allein).

Eine ausführlichere Beschreibung der Insignien von Erzbischof Josef Grünwidl können Sie hier herunterladen: